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Wie kann ich als Zeitsoldat mein Kind krankenversichern ?

Ausgangslage

Zeit- und Berufssoldaten haben grundsätzlich für Kinder bis zum 24 Lebensjahr einen Anspruch auf 80% Bundesbeihilfe. Die Beihilfe eine staatliche Teilkrankenversicherung, die dem berechtigten Personenkreis kostenlos zur Nutzung bereitgestellt wird. Der fehlende Versicherungsanteil, hier 20%, ist mit einer privaten Restkostenversicherung abzudecken, um die in Deutschland vorgeschrieben 100% Krankenversicherungsschutz zu erreichen.

Ist der Ehepartner des Soldaten kein Soldat, sondern gesetzlich krankenversichert, kann ein Kind jedoch auch in der Gesetzlichen Kasse beitragsfrei mitversichert werden, im Rahmen der so genannten Familienversicherung. Dies funktioniert jedoch nur, wenn der bei der Bundeswehr beschäftigte Elternteil weniger als 60.700 € brutto im Jahr verdient. (Grenze für 2019, steigt jährlich).

Liegt das Gehalt darüber, ist eine beitragsfreie Familienversicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht möglich. In Frage käme dann nur eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Kasse. Hier ist der Beitrag aber meistens so hoch, dass die Nutzung des Beihilfeanspruchs in Verbindung mit einer privaten Restkostenversicherung deutlich günstiger ist.

Kind geboren – Was ist zu tun

Folgende 3 Szenarien treten unserer Erfahrung nach häufig auf:

  1. Vater ist Soldat, Mutter ist gesetzlich krankenversichert.

Liegt das Einkommen des Mannes unter der o.g. Einkommensgrenze von 60.700 € p.a., kann das Kind beitragsfrei bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Kindesmutter mitversichert werden. Dies ist dann logischerweise die günstigste Form der Krankenversicherung.

  1. Vater und Mutter sind Soldaten

Hier kann das neu geborene Kind entweder beim Vater oder bei der Mutter zur Nachversicherung angemeldet werden. Voraussetzung ist, dass mindestens einer der beiden eine Anwartschaft bei einer privaten Krankenversicherung führt. Haben beide eine solche Anwartschaft, und das bei unterschiedlichen Anbietern, können sich die Eltern aussuchen, bei welcher Gesellschaft das Kind zu 20% restkostenversichert werden soll.

Eine 20%-Restkostenversicherung für ein Kind bis zu 15 Jahren kostet ca. 41 € im Monat.

Fazit

Die beitragsfreie Familienversicherung der Gesetzlichen Krankenversicherung ist preislich die optimale Lösung zur Versicherung eines Soldatenkindes.

Besteht kein Zugang zur beitragsfreien Familienversicherung ist es von großer Bedeutung, dass mindestens ein Elternteil eine Anwartschaft bei einer privaten Krankenversicherung führt. Denn nur dann ist die Anmeldung des Kindes zur Nachversicherung ohne Gesundheitsprüfung bis zu zwei Monate nach der Geburt problemlos möglich.