Anwartschaftsversicherung

Was ist eigentlich eine Anwartschaftsversicherung?

Juristisch einwandfrei formuliert versteht man unter einer Anwartschaft „die rechtlich gesicherte, regelmäßig unentziehbare Erwerbsaussicht auf ein Recht, dessen Voraussetzungen noch nicht oder nicht vollständig erfüllt sind“. Einfacher gesagt: Die Anwartschaft für Soldaten sichert das spätere Recht auf Eintritt in die nach Dienstzeitende benötigte private Krankenversicherung – egal ob Erkrankungen vorliegen oder nicht. Mit der Anwartschaftsversicherung sichert man sich bereits heute den später erforderlichen Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung. Hierbei ist der Gesundheitszustand zu Beginn der Anwartschaft grundlegend. Die versicherte Person hat für den Zeitraum der Anwartschaftsversicherung noch keinen aktiven Anspruch auf Leistungen. Sobald man den Versicherungsschutz – also die Anwartschaft – aktiviert, tritt dieser Anspruch jedoch ohne Gesundheitsprüfung in Kraft.

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Hintergrundwissen

Warum braucht man als Soldat eine Anwartschaftsversicherung?

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung ist die Aufnahme in die private Krankenversicherung erst nach eingehender Prüfung des Gesundheitszustandes möglich. Ob ein Zeitsoldat später einmal privaten Krankenversicherungsschutz benötigt, ist bei Eintritt in ein Dienstverhältnis als SaZ meistens noch unklar.

Eine kleine Anwartschaft für Zeitsoldaten hat einen weiteren großen Vorteil: Nur mit der Anwartschaft ist es dem Zeitsoldaten möglich, in die preiswerte private Pflegepflichtversicherung einzutreten. Diese jedem Bundesbürger verpflichtend vorgeschriebene Pflegeversicherung ist bei den gesetzlichen Kassen deutlich teurer als bei den privaten, obwohl die Versicherungsleistungen identisch sind.

Das Recht auf Eintritt in eine private Krankenversicherung gewinnt natürlich nur dann Bedeutung, wenn man denn als Soldat im weiteren Verlauf der beruflichen Karriere überhaupt der privaten Krankenversicherung beitreten möchte/darf/muss. Dies ist immer dann der Fall, wenn ein Zeitsoldat zum Berufssoldat wird. Er wechselt dann zunächst in die große Anwartschaft und nach Pensionierung in die private Restkostenversicherung. Aber auch für Zeitsoldaten kann die PKV eine interessante Option nach dem Dienstzeitende darstellen. Denn die besonders günstigen Ausbildungstarife der Continentale sind deutlich preiswerter als die Mitgliedschaft in der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Eine Anwartschaft ist also eine Art Eintrittskarte, von der ein Soldat auf Zeit zu Beginn seiner Karriere noch nicht weiß, ob er diese Eintrittskarte später nutzen möchte oder nicht. Da die kleine Anwartschaft mit 0,95 € sehr günstig im Beitrag ist, und sie zudem einen erheblichen Beitragsvorteil bei der ohnehin benötigten Pflegepflichtversicherung mit sich bringt, kann jedem SaZ nur geraten werden, zu Beginn seiner Laufbahn eine Anwartschaft in Verbindung mit einer privaten Pflegepflichtversicherung einzurichten.

Wer braucht unbedingt eine Anwartschaftsversicherung?

Eine Anwartschaft empfiehlt sich für folgenden Personenkreis:

  • Alle SaZ unter 40 Jahren mit Besoldungsstufe A3 oder höher (Weil dann die Pflegepflichtversicherung günstiger ist als in der GKV)
  • SaZ mit Aussicht auf einen Wechsel zum BS
  • SaZ, die eine Folgekarriere im Staatsdienst (z.B. Verwaltung, Justiz, Polizei) anstreben
  • Berufssoldaten

Die Kleine Anwartschaft

Eine kleine Anwartschaftsversicherung ergibt immer dann Sinn, wenn der Anwartschaftsgrund nur vorübergehend besteht. Dies ist in der Regel bei Zeitsoldaten der Fall. Nach Ende der Dienstzeit bekommen SAZ für einen Zeitraum von 6-60 Monate (in Abhängigkeit von der Dauer der abgeleisteten Dienstzeit) Übergangsgebührnisse. In dieser Zeit besteht kein Anspruch mehr auf Heilfürsorge. Der ausgeschiedene SaZ hat ab dem 1.1.2019 ein gesetzliches Rückkehrrecht in die Gesetzliche Krankenversicherung. Alternativ kann er aber auch in eine private Krankenversicherung eintreten, z.B. in dem er seine Anwartschaft nutzt und aktiviert.

Große Anwartschaft

Im Gegensatz zur kleinen AV besteht die große Anwartschaftsversicherung meist über viele Jahre. Anders als bei der kleinen Anwartschaft werden hier bereits während der Dauer der Anwartschaft Altersrückstellungen gebildet. Das führt zu einer deutlichen Beitragsentlastung, wenn die Anwartschaft später aktiviert wird, z.B. anlässlich der Pensionierung bei Berufssoldaten. Diese haben ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen lebenslangen Beihilfeanspruch und sind dementsprechend mitunter jahrzehntelang privat krankenversichert. Hier machen sich Beitragsvorteile durch ein per Anwartschaft gesichertes frühes Eintrittalter sehr vorteilhaft bemerkbar.

Was ist eine Anwartschaft?

Juristisch einwandfrei formuliert versteht man unter einer Anwartschaft “die rechtlich gesicherte, regelmäßig unentziehbare Erwerbsaussicht auf ein Recht, dessen Voraussetzungen noch nicht oder nicht vollständig erfüllt sind”.

Einfacher gesagt:

Die Anwartschaft für Soldaten sichert das spätere Recht auf Eintritt in die dann benötigte private Krankenversicherung – egal ob Erkrankungen vorliegen oder nicht. Mit der Anwartschaftsversicherung sichert man sich bereits heute den später erforderlichen Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung. Hierbei ist der Gesundheitszustand zu Beginn der Anwartschaft grundlegend. Eine Anwartschaftsversicherung kann für alle Krankheitskosten-, Krankenhaustagegeld- und Krankentagegeldtarife in Antrag gestellt werden. Die versicherte Person hat für den Zeitraum der Anwartschaftsversicherung noch keinen aktiven Anspruch auf Leistungen. Sobald man den Versicherungsschutz – also die Anwartschaft – aktiviert, tritt dieser Anspruch jedoch ohne Gesundheitsprüfung in Kraft.

Wer braucht eine Anwartschaftsversicherung

Die Anwartschaft als Versicherung empfiehlt sich für folgende Zielgruppen:

  • Angestellte, deren Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt und die sich erst in absehbarer Zeit privat versichern können
  • Personen, die eine selbstständige oder freiberufliche Tätigkeit in Aussicht gestellt haben
  • Studenten mit Ausbildung zu einer Tätigkeit als Beamter
  • Personen mit einem längeren Auslandsaufenthalt
  • bei kurzzeitiger Arbeitslosigkeit
  • Berufssoldaten
  • Zeitsoldaten

Kleine Anwartschaft

Eine kleine Anwartschaftsversicherung ergibt immer dann Sinn, wenn der Anwartschaftsgrund nur vorübergehend besteht. Dies ist in der Regel bei Zeitsoldaten der Fall. Nach Ende der Dienstzeit bekommen SAZ für einen Zeitraum von 6-60 Monate (in Abhängigkeit von der Dauer der abgeleisteten Dienstzeit) Übergangsgebührnisse. In dieser Zeit besteht kein Anspruch mehr auf Heilfürsorge. In dieser Phase versichert sich der SAZ wahlweise gesetzlich oder privat und erhält auf seinen Krankenversicherungsbeitrag einen 50%igen Beitragszuschuss vom BVA.

Große Anwartschaft

Im Gegensatz zur kleinen AV besteht die große Anwartschaftsversicherung meist über viele Jahre. Anders als bei der kleinen Anwartschaft werden hier bereits während der Dauer der Anwartschaft Altersrückstellungen gebildet. Das führt zu einer deutlichen Beitragsentlastung, wenn die Anwartschaft später aktiviert wird, z.B. anlässlich der Pensionierung bei Berufssoldaten. Diese haben ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen lebenslangen Beihilfeanspruch und sind dementsprechend mitunter jahrzehntelang privat krankenversichert. Hier machen sich Beitragsvorteile durch ein per Anwartschaft gesichertes frühes Eintrittsalter sehr vorteilhaft bemerkbar.

Unverzichtbare Sicherheit für wenig Geld

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung ist die Aufnahme in die private Krankenversicherung erst nach eingehender Prüfung des Gesundheitszustandes möglich. Des Weiteren besteht in der privaten Krankenversicherung auch kein Annahmezwang, so dass es für Personen mit entsprechenden Vorerkrankungen problematisch sein kann, überhaupt in die PKV wechseln zu können. Schon kleinere Vorerkrankungen, die während der letzten 5 Jahre aufgetreten sind, können eine Ablehnung durch die private Krankenkasse hervorrufen oder zu Risikozuschlägen führen. Aufgrund dessen ist es umso besser, wenn der Soldat sich direkt bei Dienstantritt ein Eintrittsrecht sichert. Dem Risiko einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit erschwerten Aufnahmebedingungen beim Wechsel in die später benötigte private Restkostenversicherung kann man nur mit einer Anwartschaftsversicherung entgehen, da hier nur der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Beantragung einer Anwartschaft für den späteren Versicherungstarif relevant ist. Der ermittelte Tarif mit den entsprechenden Leistungen tritt dann ohne erneute Gesundheitsprüfung bei einer Aktivierung der Anwartschaft in Kraft. Vorteile der Anwartschaftsversicherung werden besonders deutlich bei zwischenzeitlich eingetretenen gesundheitlichen Verschlechterungen, da diese hier nicht zu einem höheren Beitrag führen. Dies gilt auch für das Auftreten schwerwiegender Krankheiten oder Wehrdienstbeschädigungen. Unabhängig davon sind bei Existenz einer Anwartschaft keine Wartezeiten abzuleisten. Deshalb bietet eine Anwartschaftsversicherung für den Soldaten immer eine unverzichtbare Sicherheit für wenig Geld.

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