Die Ausgangslage bei Dienstantritt – Pflegepflichtversicherung

Pflegepflichtversicherung
Als junger Soldat auf Zeit wird man direkt zu Beginn der Dienstzeit mit einem Versicherungsthema konfrontiert, welches wie so viele Themen grundsätzlich erstmal neu ist. Man benötigt eine Pflegepflichtversicherung. Dies schreibt das Gesetz jedem deutschen Bürger vor. Es besteht beim Soldaten zwar vollumfänglicher Schutz im Bereich der Krankenversicherung, jedoch nicht für die Pflegepflichtversicherung.

 

Dies ist in der deutschen Sozialversicherungslandschaft einigermaßen exotisch, denn üblicherweise ist man dort pflegeversichert, wo man auch krankenversichert ist. Der Soldat auf Zeit oder auch Berufssoldat ist hier anders aufgestellt. Die Krankenversicherung stellt der Bund (Heilfürsorge), die Pflegepflichtversicherung hingegen nicht.

Die Pflegepflichtversicherung kann bzw. muss man als Soldat bei einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenversicherung einrichten. Die privaten Versicherungen sind bei identischer Leistung deutlich günstiger im Beitrag.

Mit der privaten Pflegepflichtversicherung verbunden wird bei Zeitsoldaten die kleine Anwartschaft. Diese garantiert dem Zeitsoldaten nach Dienstzeitende den Zutritt zur günstigen, privaten Restkostenversicherung ohne erneute Abfrage des Gesundheitszustandes. Die Anwartschaft wird Zeitsoldaten ausdrücklich vom Dienstherrn und von Deutschen Bundeswehrverband empfohlen.

Pflegepflichtversicherung und Anwartschaft – online in 5 Minuten
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Hintergrundwissen

Dienstzeitende

Die Anwartschaft greift erst nach Dienstzeitende
Was aber hat es nun mit der Anwartschaft auf sich, die die privaten Versicherungen bei Zeitsoldaten immer zusätzlich zur Pflegepflichtversicherung anbieten ?

Eine Anwartschaft bezieht sich immer auf die Zeit nach Ende der offiziellen Dienstzeit. In der Regel wird hier eine Rückkehr in ein ziviles Beschäftigungsverhältnis angestrebt. Denkbar ist aber auch ein Wechsel in den Status des Berufssoldaten oder eine sich anschließende zivile Beamtenlaufbahn.

Bei Ende der Dienstzeit eines SAZ hat der ausscheidende Zeitsoldat Anspruch auf Übergangsgebührnisse. Er erhält für eine Dauer von 12-60 Monate 75% seiner letzten Dienstbezüge weiterbezahlt. Diese Übergangszeit soll den Wechsel in die zivile Wirtschaft erleichtern und stellt eine wertvolle Zusatzleistung der Soldatenbesoldung dar. Wichtig zu wissen ist hierbei, dass in der Phase des Bezugs von Übergangsgebührnissen kein Anspruch auf Heilfürsorge, also 100%ige Krankenversicherung über den Bund, mehr besteht. Der Anspruch auf Heilfürsorge wird abgelöst von einem 70%igen Anspruch auf Bundesbeihilfe.

Kurz gesagt: Aus einer 100%igen Krankenversicherung wird eine 70%ige. Es besteht somit Versicherungsbedarf in Höhe von 30% in der Krankenversicherung.

Einen solchen 30%igen Krankenversicherungsschutz bieten die gesetzlichen Krankenkassen (AOK, Barmer, DAK alle BKKen usw.) nicht an. Hier ist man entweder ganz versichert, oder gar nicht. Die Beitragslast für den fehlenden Versicherungsschutz ist bei gesetzlich Versicherten dementsprechend hoch und liegt bei ca. 280€ bis 350€ im Monat. In einer Phase, in der der ehemalige SAZ ohnehin schon ein Viertel seines Einkommens eingebüßt hat, ist dies eine sehr schmerzliche, zusätzliche Belastung.

Soldaten auf Zeit, die eine Anwartschaft mit einer privaten Pflegepflichtversicherung während der Dienstzeit geführt haben, kommen da deutlich günstiger weg. Sie können eine 30%ige private Restkostenversicherung einrichten lassen und liegen bei Monatsbeiträgen zwischen 60€ und 150€.

Die Funktion der Anwartschaft ist es hierbei, dass die Aufnahme in die benötigte Restkostenversicherung auch bei Vorliegen gravierender Vorerkrankungen garantiert ist. Dies ist deshalb so wichtig, weil private Krankenversicherungen die Aufnahme neuer Versicherter immer von einer Gesundheitsprüfung abhängig machen. Liegt kein tadelloser Gesundheitszustand vor, darf der Versicherer Risikozuschläge verlangen, die das Ganze dann empfindlich teuer machen können.

Der Soldat auf zeit spart mit einer privaten Pflegepflichtversicherung inkl. einer Anwartschaft also während der Dienstzeit und nach der Dienstzeit deutlich an Versicherungsbeiträgen

Vorteile der Anwartschaft

Weitere Vorteile der Anwartschaft

Nachversicherungsrecht bei Geburt von Kindern
Umwandlungsrecht in eine passende Restkostenversicherung bei Karriere als Berufsbeamter
Umwandlungsrecht in passende Tarife bei Wechsel in den Status des Berufsbeamten

Zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ?

Wie komme ich zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ?
Diese Frage wird immer wieder gestellt. Sie ist verbunden mit der Sorge davor, ungewollt ein Leben lang privat krankenversichert bleiben zu müssen, obwohl bei einer zivilen Beschäftigung nach der Bundeswehrzeit die gesetzliche Kasse möglicherweise das passendere System wäre.

Diese Sorge ist jedoch gänzlich unbegründet. Ergreift der ehemalige Soldat auf Zeit einen zivilen Beruf und wird Angestellter, endet die private Krankenversicherung automatsch. Arbeitnehmer mit einem Gehalt oberhalb der Minijobgrenze und unterhalb von 54.300 € im Jahr (in 2015) sind in Deutschland immer PFLICHTVERSICHERT in einer gesetzlichen Krankenkasse ihrer Wahl. Eine zuvor bestehende private Krankenversicherung endet nahtlos mit Beginn des neuen, zivilen Beschäftigungsverhältnisses. Kündigungsfristen sind nicht einzuhalten.

Verbeamtung

Was passiert wenn ich Beamter werde oder Berufssoldat ?
Auch hier ist die Wahl der privaten Versicherung, also private Pflegepflichtversicherung mit Anwartschaft, für Zeitsoldaten nie verkehrt.

Als Berufsbeamter sind Sie direkt im richtigen System, welches das Sozialgesetzbuch dem Beamten vorschreibt. Sie wechseln von der Anwartschaft in die Beihilfetarife, die dem Beihilferecht Ihres neuen Dienstherrn angepasst sind und haben mit einer Gesundheitsprüfung nichts zu tun.

Als Berufssoldat gilt genau dasselbe. Sie sind bereits im richtigen System. Empfehlenswert beim Wechsel von Zeit- zum Berufssoldaten ist immer, aus einer kleinen Anwartschaft eine große Anwartschaft zu machen. Hiermit sichert man sich neben dem Eintrittsrecht bei Dienstzeitende zusätzlich noch das günstige Eintrittsalter und damit günstige Beiträge im Pensionsalter.

Fazit

Fazit:
Mit einer privaten Pflegepflichtversicherung und kleiner Anwartschaft trifft man als Zeitsoldat immer die richtige Entscheidung. Daher empfiehlt auch der Deutsche Bundeswehrverband allen Zeitsoldaten derart vorzugehen.

Eine kleine Anwartschaft für Zeitsoldaten kostet bei der Continentale Krankenversicherung gerade einmal 0,95 € im Monat.

Anschrift

Continentale Versicherung
Landesdirektion Czwikla & Team GmbH
Rathenaustr. 9
30159 Hannover
Kontakt
Tel.: 0511 – 51 51 21 54
Fax: 0511 – 51 51 21 53
info@versicherungen-bundeswehr.de
www.versicherungen-bundeswehr.de

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