Warum die Anwartschaft für Soldaten so wichtig ist

Soldaten der Bundeswehr haben automatisch und obligatorisch einen 100%igen Krankenversicherungsschutz über Ihren Dienstherrn, den Bund. Diese Art der Krankenversicherung nennt sich „Unentgeltliche Truppenärztliche Versorgung“ (UTV). Häufig wird auch der Begriff „Heilfürsorge“ verwendet.

Dieser Anspruch endet aber mit dem letzten Tag der Dienstzeit bei Zeitsoldaten, bzw. mit der Pensionierung bei Berufssoldaten. Der Anspruch auf Heilfürsorge wird bei Berufssoldaten nach Pensionierung von einem 70%igen Beihilfeanspruch an den Bund abgelöst. Aus 100% Krankenversicherungsschutz über den Bund werden dann 70%. Die fehlenden 30 % müssen versichert werden. Passgenau kann dies nur eine private Restkostenversicherung. Denn gesetzliche Kassen können nur einen 100% Versicherungsschutz darstellen. Die private Krankenversicherung ist somit in aller Regel die für den Berufssoldaten nicht nur im Sozialgesetzbuch vorgesehen, sie ist auch die deutlich günstigere Alternative.

Zeitsoldaten haben nach Dienstzeitende ab 2019 keinen Beihilfeanspruch mehr. Sie haben ein Zugangsrecht zur freiwilligen Mitgliedschaft in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Alternativ kann sich der Zeitsoldat nach DZE aber auch für die Dauer des Bezugs von Übergangsgebührnissen privat krankenversichern. Egal für welchen Weg sich der Exsoldat entscheidet – er erhält immer einen Beitragszuschuss in Höhe von 50% des Beitrages, der in der Gesetzlichen KV anfallen würde.

Zeitsoldaten, die nach DZE noch in einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme sind, wie z.B. auf einer Meisterschule, Techniker schule oder einem Studium, erhalten bei der Continentale bis zum 38. Lebensjahr besonders vergünstigte Ausbildungskonditionen. Dieser Personenkreis ist dann in der privaten Krankenversicherung deutlich preiswerter versichert in der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Zugang zur privaten Krankenversicherung haben allerdings nur Personen, die frei von nennenswerten Vorerkrankungen sind. Da dies nicht auf lange Sicht sicher vorhersehbar ist, empfiehlt sich bereits bei Dienstantritt der Abschluss einer privaten Anwartschaft. Diese sichert den Eintritt in die später benötigte Krankennversicherung unabhängig vom späteren Gesundheitszustand bei Dienstzeitende.

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Hintergrundwissen

Anwartschaft für Soldaten auf Zeit

Anwartschaft für Soldaten auf Zeit
Der SAZ erhält nach DZE einen 50%igen Beitragszuschuss zur Krankenversicherung, egal ob er sich in dieser Phase privat oder gesetzlich krankenversichert. Besonders Personen in Ausbildung haben während des Bezugs von Übergangsgebührnissen Zugriff auf besonders vergünstigte Beitragskonditionen bei der Continentale, bis zum 38. Lebensjahr.

War der Ex-Zeitsoldat bei einer privaten Pflegepflichtversicherung unter Vertrag, und führte dort auch eine Anwartschaft, hat er ohne erneute Gesundheitsprüfung – also auch bei Vorliegen einer Wehrdienstbeschädigung oder gravierender Vorerkrankungen – ein Eintrittsrecht in die private Krankenversicherung. Ob dies gegenüber der direkten Rückkehr in die Gesetzliche KV preiswerter ist, wäre im Einzelfall zu prüfen. Bei Personen in Ausbildung ist dies aber in der Regel der Fall. Die Anwartschaft sichert dem SaZ also für den Zeitpunkt des Dienstzeitende eine wichtige Entscheidungsoption.

Da Zeitsoldaten in aller Regel nur vorübergehend der privaten Krankenversicherung angehören, bis sie wieder eine sozialversicherungspflichtige, zivile Beschäftigung aufnehmen, reicht hier eine kleine Anwartschaft.

Berufssoldaten

Anwartschaft für Berufssoldaten
Der Berufssoldat ist nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst bis zu seinem Tod beihilfeberechtigt zu 70%. Die 30%ige Restkostenversicherung benötigt er somit über einen sehr langen Zeitraum. Das Sozialgesetzbuch V ordnet den BS eindeutig dem System der privaten Krankenversicherung zu. Eine Möglichkeit zur Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht demnach nicht.

Für Berufssoldaten ist die große Anwartschaft zu empfehlen, da sie neben dem Recht auf Eintritt ohne erneute Gesundheitsprüfung auch noch das günstige Eintrittsalter zum Zeitpunkt des Abschlusses der Anwartschaft zugrunde legt. Da bei privaten Krankenversicherungen der Monatsbeitrag umso höher wird, je später man in den Vertrag einsteigt, ist dies besonders wertvoll. Die Krankenversicherungsbeiträge im Ruhestand bleiben so auf einem geringen Niveau.

Steuerlich Interessant

Auch steuerlich interessant
Die Beitragslast im Alter wird durch die große Anwartschaft verringert. Die Beiträge zur großen Anwartschaft sind aber höher als die für eine kleine Anwartschaft. Steuerlich macht dies aber auch Sinn, weil so die Beitragslast zur Krankenversicherung von einer einkommensschwächeren Lebensphase mit niedriger Steuerlast als Pensionär in eine einkommensstärkere Phase mit hoher Steuerlast, der aktiven Dienstzeit, verschoben wird.

Wechsel von SAZ zu BS

Wechsel vom SAZ zum BS nach Einsatzverwundung
Gemäß dem Einsatzweiterwendungsgesetz haben SAZ, die von einer mindestens 30%igen Wehrdienstbeschädigung nach einem Auslandseinsatz betroffen sind, ein Anrecht auf Weiterbeschäftigung im Status eines Berufssoldaten, wenn Sie sich auf einem alternativen Posten mindestens 6 Monate bewährt haben.

In dieser Situation ist es von immenser Wichtigkeit, dass der betroffene SAZ über eine Anwartschaft verfügt. Beim ungeplant zum BS aufgestiegenem Soldat, erfolgt auch der zwangsweise und vom Gesetz vorgeschriebene Wechsel in das System der privaten Krankenversicherung. Mit einer in diesem Fall aber sicher anzunehmenden massiven Vorerkrankung, ist ein Eintritt in die private Anwartschaft nicht mehr möglich.

Ohne Anwartschaft bleibt am Ende nur die Versicherung im so genannten Basistarif der privaten Versicherung, welcher relativ teuer und deutlich leistungsschwächer ist.

Kinder

Nachversicherungsrecht für Kinder
Bekommt der Soldat Kinder, ist die Anwartschaft ebenfalls von großer Bedeutung. Sie sichert dem SAZ oder BS die Nachversicherung des Kindes ohne Gesundheitsprüfung in einem beihilfekonformen Versicherungsschutz ab Geburt.

Fazit

Fazit
Der Zeitsoldat benötigt die kleine Anwartschaft, der Berufssoldat die große. Bei Dienstantritt sollte der SAZ unbedingt zeitnah eine private Pflegepflichtversicherung mit kleiner Anwartschaft einrichten. Bei einem Wechsel in den Status des Berufssoldaten sollte direkt die kleine Anwartschaft in eine große umgewandelt werden.

Anschrift

Continentale Versicherung
Landesdirektion Czwikla & Team GmbH
Rathenaustr. 9
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Fax: 0511 – 51 51 21 53
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