Pflegepflichtversicherung für Soldaten der Bundeswehr

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Hintergrundwissen

Definition

Was ist eine Anwartschaft?
Eine Anwartschaft sichert das Recht auf Eintritt in einen erst später benötigten Krankenversicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Weitere Info erhalten Sie auch in folgendem Video:

Erläuterung

Einfacher gesagt:
Die Anwartschaft für Soldaten sichert das spätere Recht auf Eintritt in die dann benötigte private Krankenversicherung – egal ob Erkrankungen vorliegen oder nicht. Mit der Anwartschaftsversicherung sichert man sich bereits heute den später erforderlichen Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung. Hierbei ist der Gesundheitszustand zu Beginn der Anwartschaft grundlegend. Eine Anwartschaftsversicherung kann für alle Krankheitskosten-, Krankenhaustagegeld- und Krankentagegeldtarife beantragt werden. Die versicherte Person hat für den Zeitraum der Anwartschaftsversicherung aber noch keinen aktiven Anspruch auf Leistungen. Sobald man den dann später den Versicherungsschutz – also die Anwartschaft – aktiviert, tritt dieser Anspruch jedoch ohne Gesundheitsprüfung in Kraft.

Zielgruppe

Wer bei der Bundeswehr braucht eine Anwartschaftsversicherung ?

Eine Anwartschaft empfiehlt sich insbesondere für folgende Zielgruppen:

Zeitsoldaten, die von den günstigen Beiträgen der privaten Pflegepflichtversicherung proftieren möchten. (kleine Anwartschaft)
Zeitsoldaten, die während des Bezugs von Übergangsgebührnissen nach Dienstzeitende eine Ausbildung oder Studium anstreben. (kleine Anwartschaft)
Zeitsoldaten, die eine Anschlusskarriere als Berufsbeamter anstreben (kleine oder große Anwartschaft)
Zeitsoldaten, die eine Karriere als Berufssoldat anstreben und auch konkrete Chancen darauf haben (große Anwartschaft)
Berufsoldaten (große Anwartschaft)
Zivile Beamte bei der Bundeswehr (große Anwartschaft)

Kleine

Kleine Anwartschaft:
Eine kleine Anwartschaftsversicherung ergibt immer dann Sinn, wenn der Bedarf an späterem privaten Krankenversicherungsschutz nur vorübergehend besteht. Dies ist in der Regel bei Zeitsoldaten der Fall. Nach Ende der Dienstzeit bekommen SAZ für einen Zeitraum von 6-60 Monate (in Abhängigkeit von der Dauer der abgeleisteten Dienstzeit) Übergangsgebührnisse. In dieser Zeit besteht dann kein Anspruch mehr auf Heilfürsorge, sondern nur noch eine 70%iger Krankenversicherung über den Bund in Form einer Beihilfe. In dieser Phase versichert sich der SAZ zu 30% privat. Da der laufende AV-Beitrag keine Alterungsrückstellungen mit berücksichtigt, ist bei einem anschließenden Übergang auf Normal- oder Beihilfetarife der dann altersgerechte Tarifbeitrag zu entrichten.
Für Zeitsoldaten ist die kleine Anwartschaft in der Regel die beste Wahl. Sie ist sehr preiswert und erfüllt den benötigten Zweck.

Große

Große Anwartschaft:
Im Gegensatz zur kleinen Anwartschaft besteht die große Anwartschaftsversicherung meist über viele Jahre. Anders als bei der kleinen Anwartschaft werden hier bereits während der Dauer der Anwartschaft Altersrückstellungen gebildet. Das führt zu einer deutlichen Beitragsentlastung, wenn die Anwartschaft später aktiviert wird, z.B. anlässlich der Pensionierung bei Berufssoldaten. Diese haben ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen lebenslangen Beihilfeanspruch und sind dementsprechend mitunter jahrzehntelang privat krankenversichert. Hier machen sich die Beitragsvorteile durch ein per Anwartschaft gesichertes frühes Eintrittsalter sehr vorteilhaft bemerkbar.
Eine große Anwartschaft ist vor allem dem Berufssoldaten zu empfehlen. Aber auch Zeitsoldaten, mit der konkreten Absicht und Chance darauf, später Berufssoldat oder Berufsbeamter zu werden sind in der großen Anwartschaft gut aufgehoben. Je früher man diese einrichtet umso größer sind die Beitragsvorteile als späterer Pensionär.

Unverzichtbar

Unverzichtbare Sicherheit für wenig Geld:
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung ist die Aufnahme in eine private Krankenversicherung immer erst nach eingehender Prüfung des Gesundheitszustandes möglich. Schon kleinere Vorerkrankungen, die während der letzten 3 Jahre vor Antragstellung aufgetreten sind, können eine Ablehnung durch die private Krankenkasse hervorrufen oder zu Risikozuschlägen führen. Aufgrund dessen ist es umso besser, wenn der Soldat sich direkt bei Dienstantritt ein Eintrittsrecht sichert. Dem Risiko einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit erschwerten Aufnahmebedingungen beim Wechsel in die später benötigte private Restkostenversicherung kann man nur mit einer Anwartschaftsversicherung entgehen, da hier nur der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Beantragung einer Anwartschaft für den späteren Versicherungstarif relevant ist. Der benötigte Versicherungsschutz tritt zum benötigten ohne erneute Gesundheitsprüfung bei einer Aktivierung der Anwartschaft in Kraft. Die Vorteile der Anwartschaftsversicherung werden besonders deutlich bei zwischenzeitlich eingetretenen gesundheitlichen Verschlechterungen, da diese hier nicht zu einem höheren Beitrag führen. Dies gilt auch bei Vorliegen schwerwiegender Krankheiten oder Wehrdienstbeschädigungen. Unabhängig davon durch Anwartschaft später keine tariflichen Wartezeiten abzuleisten. Deshalb bietet eine Anwartschaftsversicherung für den Soldaten immer eine unverzichtbare Sicherheit für wenig Geld.

Anschrift

Continentale Versicherung
Landesdirektion Czwikla & Team GmbH
Rathenaustr. 9
30159 Hannover
Kontakt
Tel.: 0511 – 51 51 21 54
Fax: 0511 – 51 51 21 53
info@versicherungen-bundeswehr.de
www.versicherungen-bundeswehr.de

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Fakten zur Pflegepflichtversicherung für Soldaten
In Deutschland stellt die Pflegepflichtversicherung den jüngsten eigenständigen Zweig der Sozialversicherung dar. Die Pflegeversicherung wurde mit Wirkung zum 1. Januar 1995 zu einer Pflichtversicherung ernannt und bildet neben der gesetzlichen Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung– die „fünfte Säule“ der Sozialversicherungen. Hintergrund der Einführung ist die Absicherung vor dem Risiko der Pflegebedürftigkeit.
Jeder Bundesbürger – darunter also auch der Soldat auf Zeit und der Berufssoldat – ist dazu verpflichtet, sich für den Fall der Pflegebedürftigkeit zu versichern zu versichern. Gesetzlich krankenversicherte Personen sind zwangsläufig über die soziale Pflegeversicherung versichert, während privat krankenversicherte Personen die Wahl zwischen sozialer und privater Pflegepflichtversicherung haben. Dementsprechend sind Pflegekassen, die der gesetzlichen Krankenkasse angehören, die Träger der sozialen Pflegeversicherung. Die privaten Krankenkassen sind dagegen Träger der privaten Pflegeversicherung.
Wichtig hierbei: Das Bestehen einer kleinen oder großen Anwartschaft führt bei Soldaten bereits dazu, sich in der privaten Pfelegeversicherung versichern zu müssen.
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