Bund versichert die Kranken- aber nicht die Pflegeversicherung

Soldaten der Bundeswehr sind über den Dienstherrn kranken-, aber nicht pflegeversichert. Da die Pflegeversicherung ebenso wie die Krankenversicherung in Deutschland aber für jeden Bürger eine vom Gesetz vorgeschriebene Pflichtversicherung ist, besteht bei Soldaten unbedingter Handlungsbedarf bei Beginn der Dienstzeit. Denn wer als Zeitsoldat oder Berufssoldat keine Pflegepflichtversicherung einrichtet, riskiert eine Bußgeldzahlung von bis zu 2.500 €.

Wenn die Pflegeversicherung für Soldaten also gesetzlich vorgeschrieben ist, und jeder Soldat der Bundeswehr diese eigenständig einzurichten hat, stellt sich naturgemäß die Frage: Was kostet eine Pflegeversicherung eigentlich ? Und wie kann ich die Pflegepflichtversicherung am einfachsten einrichten ?

Zeitsoldaten haben zwei Handlungsoptionen

Die vom Staat als Pflichtversicherung vorgeschriebene Pflegeversicherung ist in ihrer Leistung grundsätzlich immer gleich, egal wo man sie einrichtet. Anders als bei anderen Versicherungsprodukten brauchen sich Soldaten hier also bei ihrer Marktrecherche nur auf die Höhe des Monatsbeitrags zu fokussieren.

Eine Pflegepflichtversicherung für Soldaten kann ein Zeitsoldat entweder bei einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenversicherung einrichten. Die private Krankenversicherung ist in aller Regel deutlich preiswerter. Denn hier richtet sich die Beitragshöhe nach dem Alter bei Eintritt in die Versicherung (je jünger umso günstiger). Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen richtet sich die Beitragshöhe nach dem Bruttoeinkommen. Und schon bei niedrigen Besoldungsstufen ergibt sich hier ein deutlicher Beitragsnachteil für den SaZ.

Beispiele:

Ein lediger 21-jähriger Zeitsoldat ohne Kinder muss zum Dienstantritt eine Pflegepflichtversicherung einrichten und dieses dem Dienstherrn belegen. Sein Bruttogehalt liegt bei 2.700 € im Monat.

  • Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen würde die Pflegepflichtversicherung 47,93 € im Monat kosten (Beitragssatz 3,3 %)
  • Bei der privaten Krankenversicherung würde immer auch eine Option auf privaten Krankenversicherungsschutz nach dem Dienstzeitende mitversichert sein. Diese Option nennt man Anwartschaft. Der Beitragssatz für Pflegepflichtversicherung inkl. Anwartschaft liegt bei der Continentale Versicherung bei 18,15 € im Monat

Über die Dauer der Dienstzeit ergibt sich durch die Wahl der privaten Krankenversicherung oft ein Beitragsvorteil von mehreren Tausend Euro.

Privat versichert ohne jedes Risiko

Ein Beitritt zu einer privaten Krankenversicherung ist mitunter mit negativen Vorurteilen belegt. Diese basieren auf der Ansicht, dass man mit der einmaligen Auswahl einer privaten Krankenversicherung später keine Option mehr auf Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung hat.

Bei Soldaten ist diese Sorge jedoch völlig unberechtigt !   

Denn mit Inkrafttreten des Versichertenentlastungsgesetzes (VEG) zum 1.1.2019 wurde jedem Zeitsoldaten bei Dienstzeitende ein direktes Eintrittsrecht in einer gesetzliche Krankenversicherung seiner Wahl garantiert, egal wie er während der Dienstzeit pflegeversichert war.

Marktführer Continentale

Über die Hälfte aller deutschen Soldaten führen Ihre Pflegepflichtversicherung bei der Continentale. Eine seit über 60 Jahren bestehende Partnerschaft mit dem Deutschen Bundeswehrverband, Ansprechpartner in jedem Bundeswehrstandort in Deutschland und ein umfassender Onlineservice haben die Continentale zum klaren deutschen Marktführer gemacht.

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