Einmal privat – immer privat?

Kann man wechseln?
Immer wieder sind junge Zeitsoldaten verunsichert, wenn es um die Frage geht, ob sie die gesetzliche Versicherung verlassen und in die deutlich günstigere private Pflegeversicherung wechseln sollen. Hier kursieren einige missverständliche Aussagen mit denen wir uns im Folgenden befassen wollen.

Mit dem Ende der Dienstzeit endet auch der Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung, kurz Heilfürsorge genannt. In der sich anschließenden Phase des Bezugs von Übergangsgebührnissen erhält der ehemalige Zeitsoldat stattdessen 70% Beihilfe. Krankheitskosten werden in dieser Höhe vom Bund übernommen. Die fehlenden 30% müssen privat versichert werden.

Eine kleine Anwartschaft sichert dem Zeitsoldaten das Eintroittsrecht in diese, später benötigte Restkostenversicherung. Hiermit spart der Zeitsoldat in aller Regel mehr als 50% an Beiträgen im Vergleich zur gesetzlichen Kranklenversicherungslösung.

Mit der Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses kann der ehemalige SAZ dann nicht nur zurück in die gesetzliche Krankenversicherung – er muss es sogar ! Beschäftigungsverhältnisse mit Einkommen oberhalb der Minijobgrenze und unterhalb eines Jahreseinkommens von 54.900 € (in 2015) lösen nach deutschem Recht eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung aus.

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Hintergrundwissen

Ausgangslage

Die Ausgangslage beim SAZ
Die Frage, wo sich ein junger SAZ krankenversichert stellt sich praktisch nicht. Er ist über den Bund krankenversichert, und dies automatisch und vollumfänglich ab dem ersten Tag seiner Dienstzeit. Diese Art der Versorgung nennt sich „Unentgeltliche Truppenärztliche Versorgung (UTV)“. Viele sprechen hier auch von der „Heilfürsorge des Bundes“, was dasselbe meint. Beiträge muss der Soldat hierfür nicht entrichten.

Vielen Zeitsoldaten jedoch nicht bekannt ist, dass der Bund nicht die in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Pflegeversicherung übernimmt. Diesen Baustein der sozialen Absicherung muss der Soldat eigenverantwortlich vornehmen und kann hierbei zwischen der sozialen und der privaten Pflegepflichtversicherung wählen. Die private PV ist deutlich preiswerter, denn sie kalkuliert den Beitrag nach dem Eintrittsalter, welches bei Zeitsoldaten eher ein sehr junges ist. Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung kalkuliert den Beitrag nach dem Monatseinkommen und liegt mit ca. 26 € und mehr deutlich über dem Beitragsniveau der privaten Pflegepflichtversicherung. Hier zahlt der SAZ etwa 9 € für diesen Pflichtversicherungsschutz.

Mit der privaten Pflegeversicherung wird üblicherweise eine Anwartschaft abgeschlossen. Dieses Produkt garantiert dem Zeitsoldaten in der Übergangsphase zwischen Dienstzeitende und Wiedereintritt in ein ziviles Beschäftigungsverhältnis den Eintritt in eine dann benötigte Restkostenversicherung. In besagter Übergangsphase ist der ehemalige Soldat nur noch zu 70% über den Bund krankenversichert und muss einen Versicherungsschutz für die fehlenden 30 % einrichten. Auch hier ist die private Krankenversicherung wieder deutlich preiswerter als die gesetzlichen Kassen. Die Beitragsersparnis liegt hier zwischen 120 € und 250 € im Monat !

Privat versichert?

Bis ans Lebensende (teuer) privat versichert ?
Die Frage, ob die Beiträge einer privaten Krankenversicherung möglicherweise im Alter deutlich teurer sind, als die der gesetzlichen Versicherung kann vom Zeitsoldaten in aller Regel gänzlich außer Acht gelassen werden. Der Soldat auf Zeit wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am Ende seiner Bundeswehrkarriere in ein ziviles Beschäftigungsverhältnis wechseln. Verdient er hier dann mehr als 450 € im Monat und hat weniger als 4.500 € als monatliches Startgehalt (bedes trifft höchstwahrscheinlich zu) wird er wieder in der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen. Er hat dann den Status eines „Pflichtversicherten“. Der Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist also keine Option, sondern Pflicht.

Szenarien

Mögliche andere Szenarien
Wird keine zivile Beschäftigung aufgenommen, sind in der Praxis noch folgende Szenarien häufig anzutreffen:

Der Zeitsoldat wechselt in den Status des Berufssoldaten

Hier schreibt das Sozialgesetzbuch ohnehin die Zugehörigkeit in der privaten Krankenversicherung vor. Der SAZ ist dann mit seiner privaten Pflegepflichtversicherung und Anwartschaft direkt im richtigen System. Nach seiner Pensionierung ist der Berufssoldat bis zum Tod zu 70% über den Bund krankenversichert. Eine Versicherungsmöglichkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung sieht das Gesetz hier nicht vor.

Der Zeitsoldat wird nach Dienstzeitende Beamter auf Probe und wechselt in eine Beamtenlaufbahn

Auch hier ist der ehemalige Soldat mit der privaten Pflegepflichtversicherung und Anwartschaft bereits im richtigen System und optimal positioniert. Es besteht ein lebenslanger Beihilfeanspruch. Die Anwartschaft und Pflegeversicherung muss dem geltenden Beihilferecht angepasst werden.

Der ehemalige Zeitsoldat wird Polizist oder geht zur Berufsfeuerwehr

Hier gilt dasselbe wie in Punkt 1.

Fazit

Fazit
Die private Pflegepflichtversicherung mit kleiner Anwartschaft ist für den Soldaten auf Zeit die optimale Wahl. Er spart während der Dienstzeit und in der Phase des Bezugs von Übergangsgebührnissen deutlich an Beiträgen im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Der Wechsel zurück in die GKV erfolgt in den meisten Fällen per Gesetz mit der Aufnahme einer zivilen Beschäftigung. Die Frage der Beitragslast für eine private Krankenversicherung im Alter stellt sich für den Soldaten auf Zeit daher praktisch nicht.

Anschrift

Continentale Versicherung
Landesdirektion Czwikla & Team GmbH
Rathenaustr. 9
30159 Hannover
Kontakt
Tel.: 0511 – 51 51 21 54
Fax: 0511 – 51 51 21 53
info@versicherungen-bundeswehr.de
www.versicherungen-bundeswehr.de

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Hintergrundwissen

Definition

Was ist eine Anwartschaft?
Juristisch einwandfrei formuliert versteht man unter einer Anwartschaft “die rechtlich gesicherte, regelmäßig unentziehbare Erwerbsaussicht auf ein Recht, dessen Voraussetzungen noch nicht oder nicht vollständig erfüllt sind”.

Erläuterung

Einfacher gesagt:
Die Anwartschaft für Soldaten sichert das spätere Recht auf Eintritt in die dann benötigte private Krankenversicherung – egal ob Erkrankungen vorliegen oder nicht. Mit der Anwartschaftsversicherung sichert man sich bereits heute den später erforderlichen Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung. Hierbei ist der Gesundheitszustand zu Beginn der Anwartschaft grundlegend. Eine Anwartschaftsversicherung kann für alle Krankheitskosten-, Krankenhaustagegeld- und Krankentagegeldtarife in Antrag gestellt werden. Die versicherte Person hat für den Zeitraum der Anwartschaftsversicherung noch keinen aktiven Anspruch auf Leistungen. Sobald man den Versicherungsschutz – also die Anwartschaft – aktiviert, tritt dieser Anspruch jedoch ohne Gesundheitsprüfung in Kraft.

Zielgruppe

Wer braucht eine Anwartschaftsversicherung
Die Anwartschaft als Versicherung empfiehlt sich für folgende Zielgruppen:

Angestellte, deren Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt und die sich erst in absehbarer Zeit privat versichern können
Personen, die eine selbstständige oder freiberufliche Tätigkeit in Aussicht gestellt haben
Studenten mit Ausbildung zu einer Tätigkeit als Beamter
Personen mit einem längeren Auslandsaufenthalt
bei kurzzeitiger Arbeitslosigkeit
Berufssoldaten
Zeitsoldaten

Kleine

Kleine Anwartschaft
Eine kleine Anwartschaftsversicherung ergibt immer dann Sinn, wenn der Anwartschaftsgrund nur vorübergehend besteht. Dies ist in der Regel bei Zeitsoldaten der Fall. Nach Ende der Dienstzeit bekommen SAZ für einen Zeitraum von 6-60 Monate (in Abhängigkeit von der Dauer der abgeleisteten Dienstzeit) Übergangsgebührnisse. In dieser Zeit besteht kein Anspruch mehr auf Heilfürsorge, sondern nur noch ein 70%iger Krankenversicherung über den Bund in Form einer Beihilfe. In dieser Phase versichert sich der SAZ zu 30% privat. Da der laufende AV-Beitrag keine Alterungsrückstellungen mit berücksichtigt, ist bei einem anschließenden Übergang auf Normal- oder Beihilfetarife der dann altersgerechte Tarifbeitrag zu entrichten.

Große

Große Anwartschaft
Im Gegensatz zur kleinen AV besteht die große Anwartschaftsversicherung meist über viele Jahre. Anders als bei der kleinen Anwartschaft werden hier bereits während der Dauer der Anwartschaft Altersrückstellungen gebildet. Das führt zu einer deutlichen Beitragsentlastung, wenn die Anwartschaft später aktiviert wird, z.B. anlässlich der Pensionierung bei Berufssoldaten. Diese haben ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen lebenslangen Beihilfeanspruch und sind dementsprechend mitunter jahrzehntelang privat krankenversichert. Hier machen sich Beitragsvorteile durch ein per Anwartschaft gesichertes frühes Eintrittsalter sehr vorteilhaft bemerkbar.

Unverzichtbar

Unverzichtbare Sicherheit für wenig Geld
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung ist die Aufnahme in die private Krankenversicherung erst nach eingehender Prüfung des Gesundheitszustandes möglich. Des Weiteren besteht in der privaten Krankenversicherung auch kein Annahmezwang, so dass es für Personen mit entsprechenden Vorerkrankungen problematisch sein kann, überhaupt in die PKV wechseln zu können. Schon kleinere Vorerkrankungen, die während der letzten 5 Jahre aufgetreten sind, können eine Ablehnung durch die private Krankenkasse hervorrufen oder zu Risikozuschlägen führen. Aufgrund dessen ist es umso besser, wenn der Soldat sich direkt bei Dienstantritt ein Eintrittsrecht sichert. Dem Risiko einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit erschwerten Aufnahmebedingungen beim Wechsel in die später benötigte private Restkostenversicherung kann man nur mit einer Anwartschaftsversicherung entgehen, da hier nur der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Beantragung einer Anwartschaft für den späteren Versicherungstarif relevant ist. Der ermittelte Tarif mit den entsprechenden Leistungen tritt dann ohne erneute Gesundheitsprüfung bei einer Aktivierung der Anwartschaft in Kraft. Vorteile der Anwartschaftsversicherung werden besonders deutlich bei zwischenzeitlich eingetretenen gesundheitlichen Verschlechterungen, da diese hier nicht zu einem höheren Beitrag führen. Dies gilt auch für das Auftreten schwerwiegender Krankheiten oder Wehrdienstbeschädigungen. Unabhängig davon sind bei Existenz einer Anwartschaft keine Wartezeiten abzuleisten. Deshalb bietet eine Anwartschaftsversicherung für den Soldaten immer eine unverzichtbare Sicherheit für wenig Geld.

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