Bundeswehr Pflegeversicherung

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Pflegeversicherung in der Bundeswehr
Seit 1995 besteht in Deutschland die Pflicht zur Pflegeversicherung. Neben der gesetzlichen Pflegeversicherung gibt es auch noch die private Pflegeversicherung. Als Grundsatz gilt auch in der Bundeswehr: Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung. Das bedeutet, dass ein gesetzlich Versicherter gemäß Sozialgesetzbuch XI dazu verpflichtet ist, die soziale Pflegeversicherung bei den gesetzlichen Pflegekassen abzuschließen. Ein privat Krankenversicherter hat die Wahl zwischen der sozialen und der privaten Pflegepflichtversicherung. Privat Versichert ist man schon in dem Fall, wenn man eine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie als SaZ eine große oder kleine Anwartschaft abgeschlossen haben. Berufssoldaten müssen grundsätzlich die private Pflegeversicherung abschließen. Trotz identischem Leistungsspektrum können die Versicherungsbeiträge je nach System und anderen Einflussfaktoren wie dem Einkommen und dem Eintrittsalter stark schwanken, da gesetzliche und private Krankenkasse andere Berechnungsgrundlagen verwenden. Die Leistungen bei den verschiedenen Pflegeversicherungen sind aus dem Grund übereinstimmend, weil sie gesetzlich verankert sind. Aus diesen Gründen stellt die Pflicht zur Pflegeversicherung gerade die jungen Zeitsoldaten vor die Entscheidung, in welchem der beiden Systeme sie sich versichern sollen. Mit der Ernennung zum Zeitsoldaten stehen zur Auswahl: Soziale oder private Pflegepflichtversicherung. Keine Pflegeversicherung abzuschließen, stellt keine Option dar, da mit einem Bußgeld bis zu 2.500,- EUR gerechnet werden muss.

Die gesetzliche Krankenkasse kalkuliert bei der Bemessung der sozialen Pflegeversicherung nach dem Einkommen, wohingegen die private Pflegepflichtversicherung je nach Eintrittalter erhoben word. Als Beispiel soll ein 25 jähriger ohne Kinder nach A7 besoldeter Oberfeldwebel mit rund 2100,– Euro Gehalt einschl. Zulagen dienen. Dieser zahlt monatlich 25,73 Euro bei Bestehen bei einer gesetzlichen Pflegeversicherung. .Ein Soldat, der sich der privaten Pflegepflichtversicherung angeschlossen hat, zahlt dagegen wesentlich weniger bei gleichem Einkommen. Gerade für junge Soldaten ergibt sich ein hohes Sparpotential. Der gleiche Oberfeldwebel wie oben zahlt als privat Pflegepflichtversicherter monatlich nur 10,32 Euro. Das entspricht einem Beitragsunterschied von 184,92 Euro jährlich.

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Hintergrundwissen

Nach Dienstzeitende

Was muss ich als Soldat nach Dienstzeitende beachten?
Bei Dienstzeitende sind die vier unten stehenden Fälle zu unterscheiden:

Für SaZ gilt bei Aufnahme einer Beschäftigung mit Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung die Versicherungspflicht in der sozialen Pflegeversicherung
Für SaZ gilt bei Bezug von Übergangsgebührnissen ohne versicherungspflichtige Beschäftigung eine eine Weiterversicherung dort, wo er während der Dienstzeit versichert war
Für Berufssoldaten gilt weiterhin grundsätzlich die Versicherungspflicht in der privaten Pflegeversicherung
Für Berufssoldaten, die nach ihrer Dienstzeit noch einer Beschäftigung nachgehen und privatversichert bleiben, gilt die Versicherungspflicht in der privaten Pflegeversicherung

Was brauche ich?

Brauche ich als Soldat eine Pflegezusatzversicherung?
Man sollte sich mit Thema Pflege nicht erst dann auseinander setzen, wenn ein Pflegefall eintritt, denn dann ist es bereits zu spät. Sie sollten daher jetzt schon für den Fall vorsorgen, dass Sie selbst pflegebedürftig werden könnten.Eine Pflegezusatzversicherung bietet hier Schutz und Sicherheit bei geringen Versicherungsbeiträgen. Da die beihilfekonforme Pflegeversicherung lediglich Leistungen auf Basis der gesetzlichen Pflegeversicherung bietet, sollten Soldaten den Schutz über eine Pflegezusatzversicherung aufstocken. Eine moderne Pflegezusatzversicherung, die von der Continentale angeboten wird, orientiert sich mit ihren Leistungen und Einstufungen in der Pflegestufe nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Pflegepflichtversicherung. Es besteht die Möglichkeit, die Absicherung so auszuwählen, dass bis zu 150% der Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung zusätzlich als Versicherungsleistung durch Die Continentale erbracht werden.

Gründe, die für die Pflegezusatzversicherung sprechen:

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist lediglich eine Grundsicherung
Die gesetzlichen Pflegeleistungen reichen nicht für die tatsächlichen Pflegekosten
Mit der steigenden Lebenserwartung steigt auch das Pflegefallrisiko

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Continentale Versicherung
Landesdirektion Czwikla & Team GmbH
Rathenaustr. 9
30159 Hannover

Tel:0511 – 51 51 21 54
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Hintergrundwissen

Definition

Was ist eine Anwartschaft?
Juristisch einwandfrei formuliert versteht man unter einer Anwartschaft “die rechtlich gesicherte, regelmäßig unentziehbare Erwerbsaussicht auf ein Recht, dessen Voraussetzungen noch nicht oder nicht vollständig erfüllt sind”.

Erläuterung

Einfacher gesagt:
Die Anwartschaft für Soldaten sichert das spätere Recht auf Eintritt in die dann benötigte private Krankenversicherung – egal ob Erkrankungen vorliegen oder nicht. Mit der Anwartschaftsversicherung sichert man sich bereits heute den später erforderlichen Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung. Hierbei ist der Gesundheitszustand zu Beginn der Anwartschaft grundlegend. Eine Anwartschaftsversicherung kann für alle Krankheitskosten-, Krankenhaustagegeld- und Krankentagegeldtarife in Antrag gestellt werden. Die versicherte Person hat für den Zeitraum der Anwartschaftsversicherung noch keinen aktiven Anspruch auf Leistungen. Sobald man den Versicherungsschutz – also die Anwartschaft – aktiviert, tritt dieser Anspruch jedoch ohne Gesundheitsprüfung in Kraft.

Zielgruppe

Wer braucht eine Anwartschaftsversicherung
Die Anwartschaft als Versicherung empfiehlt sich für folgende Zielgruppen:

Angestellte, deren Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt und die sich erst in absehbarer Zeit privat versichern können
Personen, die eine selbstständige oder freiberufliche Tätigkeit in Aussicht gestellt haben
Studenten mit Ausbildung zu einer Tätigkeit als Beamter
Personen mit einem längeren Auslandsaufenthalt
bei kurzzeitiger Arbeitslosigkeit
Berufssoldaten
Zeitsoldaten

Kleine

Kleine Anwartschaft
Eine kleine Anwartschaftsversicherung ergibt immer dann Sinn, wenn der Anwartschaftsgrund nur vorübergehend besteht. Dies ist in der Regel bei Zeitsoldaten der Fall. Nach Ende der Dienstzeit bekommen SAZ für einen Zeitraum von 6-60 Monate (in Abhängigkeit von der Dauer der abgeleisteten Dienstzeit) Übergangsgebührnisse. In dieser Zeit besteht kein Anspruch mehr auf Heilfürsorge, sondern nur noch ein 70%iger Krankenversicherung über den Bund in Form einer Beihilfe. In dieser Phase versichert sich der SAZ zu 30% privat. Da der laufende AV-Beitrag keine Alterungsrückstellungen mit berücksichtigt, ist bei einem anschließenden Übergang auf Normal- oder Beihilfetarife der dann altersgerechte Tarifbeitrag zu entrichten.

Große

Große Anwartschaft
Im Gegensatz zur kleinen AV besteht die große Anwartschaftsversicherung meist über viele Jahre. Anders als bei der kleinen Anwartschaft werden hier bereits während der Dauer der Anwartschaft Altersrückstellungen gebildet. Das führt zu einer deutlichen Beitragsentlastung, wenn die Anwartschaft später aktiviert wird, z.B. anlässlich der Pensionierung bei Berufssoldaten. Diese haben ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen lebenslangen Beihilfeanspruch und sind dementsprechend mitunter jahrzehntelang privat krankenversichert. Hier machen sich Beitragsvorteile durch ein per Anwartschaft gesichertes frühes Eintrittsalter sehr vorteilhaft bemerkbar.

Unverzichtbar

Unverzichtbare Sicherheit für wenig Geld
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung ist die Aufnahme in die private Krankenversicherung erst nach eingehender Prüfung des Gesundheitszustandes möglich. Des Weiteren besteht in der privaten Krankenversicherung auch kein Annahmezwang, so dass es für Personen mit entsprechenden Vorerkrankungen problematisch sein kann, überhaupt in die PKV wechseln zu können. Schon kleinere Vorerkrankungen, die während der letzten 5 Jahre aufgetreten sind, können eine Ablehnung durch die private Krankenkasse hervorrufen oder zu Risikozuschlägen führen. Aufgrund dessen ist es umso besser, wenn der Soldat sich direkt bei Dienstantritt ein Eintrittsrecht sichert. Dem Risiko einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit erschwerten Aufnahmebedingungen beim Wechsel in die später benötigte private Restkostenversicherung kann man nur mit einer Anwartschaftsversicherung entgehen, da hier nur der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Beantragung einer Anwartschaft für den späteren Versicherungstarif relevant ist. Der ermittelte Tarif mit den entsprechenden Leistungen tritt dann ohne erneute Gesundheitsprüfung bei einer Aktivierung der Anwartschaft in Kraft. Vorteile der Anwartschaftsversicherung werden besonders deutlich bei zwischenzeitlich eingetretenen gesundheitlichen Verschlechterungen, da diese hier nicht zu einem höheren Beitrag führen. Dies gilt auch für das Auftreten schwerwiegender Krankheiten oder Wehrdienstbeschädigungen. Unabhängig davon sind bei Existenz einer Anwartschaft keine Wartezeiten abzuleisten. Deshalb bietet eine Anwartschaftsversicherung für den Soldaten immer eine unverzichtbare Sicherheit für wenig Geld.

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