Beihilfeanspruch Bundeswehr

Wer hat einen Beihilfeanspruch?

In Deutschland haben Beamte, sowie Soldaten bei der Bundeswehr nach Dienstzeitende einen Beihilfeanspruch im Rahmen der Krankenversorgung. Ehepartner und Kinder von Soldaten haben auch während der aktiven Dienstzeit des Soldaten bereits einen solchen Beihilfeanspruch. Bei Ehegatten von Soldaten beträgt der Beihilfesatz 70%, bei Kinden 80%. Maßgeblich für die Bemessung des Beihilfesatzes der beihilfeberechtigten Person sind dabei der Status und Familienstand der berechtigten Person.

Neben dem Beihilfesatz können auch die Leistungen der Beihilfe in Abhängigkeit vom Beihilfeträger variieren – welcher entweder der Bund oder das zuständige Bundesland ist. Bei Bundeswehrsoldaten gilt immer das Beihilferecht des Bundes. Unabhängig davon lässt sich zusammenfassend feststellen, dass der Beihilfeanspruch in der Regel niemals die vollen Kosten der medizinischen Versorgung abdeckt. Es besteht daher die Notwendigkeit eine Beihilfeversicherung abzuschließen, die für die Restkosten aufkommt. Eine Beihilfeversicherung lässt nur bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen abschließen.

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Hintergrundwissen

Beihilfeanspruch

Beihilfeanspruch Bundeswehr

Soldaten werden während Ihrer aktiven Dienstzeit kostenlos truppenärztlich versorgt. Folglich wirkt der Beihilfeanspruch Bundeswehr erst mit dem Ausscheiden des Soldaten aus der Bundeswehr. Er beläuft sich auf 70% der Krankheitskosten. Allerdings ist an dieser Stelle zu bemerken, dass nur die Kosten übernommen werden, welche auch in der Beihilfeverordnung geregelt sind. Es kann also durchaus vorkommen, dass bestimmte medizinische Behandlungen nicht getragen, bzw. als „nicht beihilfefähig“ deklariert werden. Abgesehen davon, ist es für ausscheidende Soldaten unbedingt notwendig, sich eigenständig in einer Krankenkasse versichern zu lassen. Dadurch, dass in der privaten Krankenkasse der Beihilfeanspruch Bundeswehr mit seinen vollständigen 70% als Basisleistung besteht, muss der Versicherungsnehmer lediglich 30% der Kosten medizinischer Versorgung selber versichern. In der GKV wird die Beihilfe nicht berücksichtigt, so dass der Versicherungsnehmer sich dort stets zu 100% versichern muss und dadurch oft einen höheren Beitrag bei niedrigerem Leistungsspektrum zahlen muss. Für Soldaten eignet sich die Versicherung als Privatpatient also im Besonderen.

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