Beihilfeanspruch

Wer hat einen Beihilfeanspruch?

In Deutschland haben Beamte, sowie Soldaten und Polizisten einen Beihilfeanspruch im Rahmen der Krankenversorgung. Maßgeblich für die Bemessung des Beihilfesatzes der beihilfeberechtigten Person sind dabei der Status und Familienstand der berechtigten Person. Neben dem Beihilfesatz können auch die Leistungen der Beihilfe in Abhängigkeit vom Beihilfeträger variieren – welcher entweder der Bund oder das zuständige Bundesland ist. Unabhängig davon lässt sich zusammenfassend feststellen, dass der Beihilfeanspruch in der Regel niemals die vollen Kosten der medizinischen Versorgung abdeckt. Es besteht daher die Notwendigkeit eine Beihilfeversicherung abzuschließen, die für die Restkosten aufkommt. Eine Beihilfeversicherung lässt nur bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen abschließen. Der Gesetzgeber hat Beihilfeberechtigte im SGB eindeutig dem System der privaten Krankenversicherung zugeordnet. Eine Möglichkeit der Versicherung in einer gesetzlichen Krankenversicherung besteht zwar u.U. auch, jedoch ist hier nur die Möglichkeit der 100%igen Krankenversicherung gegeben. Ein teilweisen Versicherungsschutz, passend zum bestehenden Beihilfeanspruch kennt die GKV nicht.

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Beihilfeanspruch

Beihilfeanspruch für Soldaten

Soldaten werden während Ihrer aktiven Dienstzeit kostenlos truppenärztlich versorgt. Folglich wirkt Ihr Beihilfeanspruch erst mit Ausscheiden aus der Bundeswehr. Er beläuft sich auf 70% der Krankheitskosten. Allerdings ist an dieser Stelle zu bemerken, dass nur die Kosten übernommen werden, welche auch in der Beihilfeverordnung geregelt sind. Es kann also durchaus vorkommen, dass bestimmte medizinische Behandlungen nicht getragen werden. Abgesehen davon, ist es für ausscheidende Soldaten unbedingt notwendig, sich eigenständig in einer Krankenkasse versichern zu lassen. Dadurch, dass in der privaten Krankenkasse der Beihilfeanspruch mit seinen vollständigen 70% berücksichtigt wird, muss der Versicherungsnehmer dort lediglich 30% Versicherungsschutz kaufen, was zu entsprechenden Beitragsersparnissen führt. In der GKV wird die Beihilfe nicht oder allenfalls nachgelagert berücksichtigt, so dass der Versicherungsnehmer sich dort zu 100% versichern muss. Dadurch ist der Beitrag dort oft höher. Der Beihilfeanspruch bleibt im Wesentlichen ungenutzt. Für Soldaten eignet sich nach Dienszeitende die Versicherung als Privatpatient also im Besonderen.

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